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Tönnies und die Folgen: Die Metzger verneigen sich

Tönnies und die Folgen: Die Metzger verneigen sich

N.Nach der heftigen Kritik an der Vielzahl der Arbeitsverträge reagiert Deutschlands größter Schlachthof Tönnies. „In allen Kernbereichen der Fleischproduktion“ sollten diese Verträge bis Ende des Jahres abgeschafft werden, sagte das Unternehmen.

Christian Müßgens

Mitarbeiter müssen in der Tönnies-Gruppe eingestellt werden und ihre Arbeit sollte im Allgemeinen auch mittels digitaler Zeiterfassung gemessen werden. Die Arbeitsbelastung der Beschäftigten in der Fleischindustrie wurde auch nach dem massiven Koronafall im Werk Tönnies in Rheda-Wiedenbrück scharf kritisiert. Nach den aktuellen Zahlen vom Dienstag gibt es im Bezirk Gütersloh 1228 Infizierte.

„Wir wollen auch in Zukunft Fleisch in Deutschland produzieren. Dafür brauchen wir soziale Akzeptanz “, zitierte geschäftsführender Gesellschafter Clemens Tönnies in der Botschaft. „Es gilt für alle Fleischketten und schließt ausdrücklich die Landwirtschaft ein.“

Ende Mai sprach sich Tönnies gegen die Abschaffung von Arbeitsverträgen aus. „Eine komödiantische Kritik am Arbeitsvertrag ist nicht gerechtfertigt; schließlich ist die Arbeitsteilung in Deutschland ein Rückgrat der Wirtschaft“, sagt der Fleischunternehmer.

Schecks und Geldstrafen

Andere Fleischverarbeiter wie Westfleisch und die PHW-Gruppe, zu der die Geflügelmarke Wiesenhof gehört, gaben ebenfalls bekannt, dass sie keinen Vertragsjob mehr haben werden. Ab Jahresbeginn beschäftigen sie auch große Teile ihrer Mitarbeiter für Vertragsarbeiter.

Der einstimmige Fortschritt der Schlachthöfe ist jedoch kein Zufall, denn während der vorherigen Anhäufung von Koronafällen in zahlreichen Schlachthöfen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein Ende Mai mussten die Politiker Fleischindustrie ausgeprägt.

Das Bundeskabinett hat bereits über wichtige Themen entschieden, wie das Verbot derselben Arbeitsverträge und die Forderung, dass ab Januar nur noch Mitarbeiter Tiere schlachten und Fleisch schneiden dürfen. Die wichtigsten Punkte müssen vom Bundestag noch verabschiedet werden, aber eine Verschärfung der Bedingungen ist wahrscheinlich.

Es sieht auch regelmäßige Gesundheits- und Sicherheitskontrollen, höhere Bußgelder und Bedingungen für die Unterbringung ausländischer Arbeitnehmer vor. Die Fleischindustrie ist weitgehend von ausländischen Arbeitskräften abhängig. Gut 40.000 der 130.000 Mitarbeiter der Branche kommen aus Osteuropa. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will bis zum Sommer eine Gesetzesvorlage einführen, um die Kontrollen in der Fleischindustrie zu verschärfen. Heil beschrieb zuvor die Verträge mit Subunternehmern, die wiederum meist ausländische Auftragnehmer beschäftigen und ihnen auch Wohnungen vermieten, als „Wurzel des Problems“ und betonte, dass sie nicht zulassen sollten, dass Lobbyinteressen sie verlangsamen.