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Wenn der Fleischersatz zum Spott wird

Wenn der Fleischersatz zum Spott wird

Ohb Hackfleisch, Schnitzel oder Salami: Es gibt immer mehr vegetarische oder vegane Alternativen zu beliebten Fleischprodukten wie diesen in den Kühlregalen von Supermarktketten. Aber wie gut sind diese Produkte wirklich für Klima und Gesundheit? Und haben sie das Potenzial, den Fleischkonsum tatsächlich zu ersetzen? Das Umweltbundesamt hat diese Fragen in einer neuen Studie untersucht – mit Ergebnissen, die nicht jedermanns Geschmack treffen sollten.

Die Experten bewerten die Ersatzprodukte in der Regel als positiv. Sie bezweifeln jedoch, dass die Produkte eine große Anzahl von Verbrauchern erreichen werden. „Eine vollständige Nachahmung des sensorischen Spektrums von Fleisch war bisher nicht zufriedenstellend erfolgreich, und daher kann nicht davon ausgegangen werden, dass Verbraucher Fleisch immer mehr durch Ersatzersatzprodukte ersetzen“, so die Studie, die die F.A.Z. war im Voraus verfügbar.

Die Autoren vertrauen wahrscheinlich dem künstlichen Fleisch, das noch im Labor hergestellt wird. Bisher war die Bewertung des Lebenszyklus jedoch relativ schlecht. Bei der Herstellung von 100 Gramm In-vitro-Fleisch entstehen etwa 0,75 kg CO2-Äquivalent, die Einheit, in die die Emissionen umgewandelt werden. Dies ist weniger als die Produktion von Rindfleisch (3,5 kg), aber mehr als die von Schweinefleisch (0,41 kg) und Huhn (0,23 kg).

Verarbeiten Sie Soja direkt zu Lebensmitteln

Der Studie zufolge beträgt der internationale Fleischersatzmarkt knapp ein Prozent des Marktes für konventionelle Fleischprodukte. Die europäischen Verbraucher sind jedoch besonders aufgeschlossen. Laut einer im vergangenen Jahr vom Bundesumweltministerium durchgeführten Umfrage halten 15 Prozent der Deutschen Nachahmungspflanzen für einen guten Ersatz für konventionelles Fleisch. Es heißt 6 Prozent über essbare Insekten und 5 Prozent über Fleisch in vitro. Mehr als die Hälfte der mehr als 2.000 Befragten steht den Ersatzprodukten jedoch skeptisch gegenüber oder lehnt sie insgesamt ab.

Nach einem vorläufigen Hoch im Jahr 2016 sind die in Deutschland gekauften Mengen an Fleischersatzprodukten vor kurzem wieder leicht auf 21.400 Tonnen im Jahr 2018 gesunken. Die meisten Produkte arbeiten mit Zutaten wie Soja, Erbsen und Rüben. Der Fleischhersteller Rügenwalder Mühle ist einer der Pioniere in diesem Segment. Das Lebensmittelunternehmen Nestlé glaubt ebenfalls an eine fleischlose Zukunft, hat den Wursthersteller Herta verkauft und investiert nun in sein vegetarisches Sortiment „Garden Gourmet“.

Nach einer Studie des Umweltbundesamtes werden bei der Herstellung von 100 g Fleischersatz auf Soja nur etwa 0,11 kg CO2-Äquivalent erzeugt. Insbesondere im Vergleich zu Rindfleisch haben solche Produkte einen deutlichen Vorteil. Daher befürworten Klimaexperten auch, besseres Soja direkt zu Lebensmitteln zu verarbeiten, anstatt Tierfutter aus dem größten Teil der Ernte herzustellen. Die benötigten Mengen sind enorm: Ein fettes Schwein frisst innerhalb von sechs Monaten etwa 250 kg Futter, bis es sein Schlachtgewicht von etwa 95 kg erreicht.

Der Hunger nach Fleisch nimmt zu

Pflanzliche Ernährungswissenschaftler betonen nicht nur das Klima, sondern auch die Gesundheit. Jeder Deutsche isst durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr, was seit Jahren relativ konstant ist. Die Deutsche Ernährungsgesellschaft empfiehlt maximal 30 Kilogramm pro Jahr, die internationale EAT Lancet Commission sogar maximal 15 Kilogramm.

Die Ersatzprodukte haben jedoch ein großes Manko: ihre lange Liste an Inhaltsstoffen. Verschiedene Öle und Stabilisatoren halten die Gemüsemischung zusammen, Aromen simulieren den Geschmack von Fleisch. Die Produkte sind „voller Zusatzstoffe“, sagte Felix Ahlers ‚Chef Frosta’s Tiefkühlkosthersteller Felix Ahlers kürzlich. Der Fleischersatz des derzeit beliebten Herstellers Beyond Meat ist „völlig undurchsichtig und ein totales Artefakt“. Sylvia Veenhoff, Autorin der Studie des Umweltbundesamtes, warnt ebenfalls: „Gemüsefleischersatzstoffe werden in der Regel weitgehend verarbeitet.“ Ihrer Meinung nach ist es besser, wenn die Leute einfach mehr Gemüse essen. Aber Veenhoff macht sich keine Illusionen: „Fleischkonsum ist ein kultureller Bestandteil unserer Ernährung. Es kann nicht so schnell geändert werden. ‚

International nimmt der Hunger nach Fleisch zu. Studien zufolge wird sich die Nachfrage aus Schwellenländern bis 2050 verdoppeln. Startups wie Mosa Meat und Meatable sehen die Zukunft in Fleisch aus dem Labor. Aber seine Produktion ist nicht nur sehr energieintensiv, sondern auch ethisch in Frage gestellt. Kälberserum aus dem Blut von Kuhfeten wird häufig als Nährmedium für das Wachstum der Zellen verwendet. Einige Verbraucher verlieren möglicherweise schnell den Appetit.