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„Ich hoffe wir lernen ohne es zu tun“


Antje Boiteos, Direktorin des Alfred-Weger-Instituts, verabschiedet sich im Mai vom deutschen Forschungsschiff Maria S. in Bremen. Meryan.
Bild: dpa

Antje Boetius forscht in Tiefseegebieten. Im Interview spricht er über die Folgen von Coronas Aktivitäten, was Wissenschaftler aufgrund des Klimawandels versagen.

Frau Boethius, wie ist es jetzt, einen Kilometer über dem Meeresspiegel? Was sagt Ihnen das über den Zustand der Natur?

Als eingehender Polarforscher beschäftige ich mich mit Regionen der Welt, die weit von uns entfernt sind. Viele Menschen denken an unkultivierte Gebiete, Orte, an denen es keine Probleme mit der Natur gibt, weil die Menschen dort keine direkten Auswirkungen haben. Aber durch meine Forschung kann ich sagen, dass wir überall unsere Spuren hinterlassen haben. Aufgrund des Anstiegs der Pro-Kopf-Energieressourcen hat der Klimawandel insgesamt die Tiefsee erreicht. In den letzten Ecken der Erde finden wir Partikel von Plastikmüll. In der Arktis treten Mikroplastik im Schnee aus der Atmosphäre aus und fallen in die Tiefsee. Wenn sich die Oberfläche des Ozeans erwärmt, ändert sich auch die Zusammensetzung der Algen, die sich wiederum von Meerestieren ernähren.

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