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Polens Minister für Entwicklungshilfe für EU und Kohle


Kohleerzeugung in Bogatynien: Polen fällt es besonders schwer, den Kohleverbrauch zu senken.
Foto: Getty

Jadwiga Emilewicz ist Entwicklungsministerin und die mächtigste Frau in Polen. Sie freut sich über das finanzielle Ergebnis des EU-Gipfels. Sie verteidigt vehement den Einsatz von Kohle und die Unterstützung der Wirtschaft.

Frau. Emilewicz, Sie sind Leiter des Entwicklungsministeriums, der umfangreichen ehemaligen Wirtschaftsabteilung, und seit April stellvertretender Regierungschef. Wo ist Polen in der Corona-Krise?

Gerhard Gnauck

Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen in Warschau.

Wir sind mit einer Wachstumserwartung von rund 4 Prozent in das Jahr gestartet. Heute erwarten wir für 2020 ein Wachstum von minus 4,6, ein sehr guter Wert im EU-Vergleich. Wir erwarten 2021 erneut 4,1 Prozent, sofern keine neuen Probleme auftreten. Die Arbeitslosigkeit war 2019 auf einem Allzeittief; dann erwarteten wir Ende des Jahres zu Beginn der Pandemie 9 bis 10 Prozent; jetzt erwarten wir etwas weniger. Im Juni sehen wir auch einen Anstieg der Leerstände und einen leichten Anstieg der Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, obwohl 2019 wirtschaftlich ein sehr gutes Jahr war. Im Juni können wir daher die Folgen der Erleichterung deutlich erkennen.