Januar 23, 2021

Deutschland: Bald mehr Frauen in der Unternehmensführung?

Deutschland war lange Zeit auf den guten Willen der Unternehmen angewiesen. Aber einige Unternehmen haben dieses Spiel gespielt, und heute liegt das Land bei der Feminisierung der Führungspositionen weit zurück. Angesichts dieser Beobachtung ändert die Regierung ihre Strategie. Er hat eine Gesetzesvorlage zur Festlegung der Quote vorgelegt. “Wir können zeigen, dass Deutschland auf dem Weg ist, eine moderne Gesellschaft mit Zukunft zu werden”, kündigte Familienminister Francisco Kifi auf Initiative von Justizministerin Christine Lambrecht an. Der erste Schritt muss noch von den Delegierten bestätigt werden.

12,8% der Verwaltungsräte sind Frauen

Laut einer Studie der Albright Foundation hat Europas größte Volkswirtschaft derzeit nur 12,8% Frauen in den Vorständen der 30 Unternehmen, die im deutschen Hauptaktienindex DAX notiert sind. Zum Vergleich: In den 30 größten Gruppen der USA liegt die Quote bei 28,6%, in Großbritannien bei 24,5% und in Frankreich bei 22,2%.

Um die Feminisierung von Entscheidungsgremien zu maximieren, möchte Deutschland mindestens eine Frau in den Verwaltungsräten deutscher Unternehmen mit mehr als drei Direktoren haben. Laut Befürwortern der Gleichstellung ist es “nicht genug”. Sie glauben, dass die Auswirkungen der Allokation nur eine begrenzte Anzahl privater Unternehmen betreffen werden. Insgesamt dürfte der Umzug 73 Unternehmen betreffen, von denen 32 Unternehmen derzeit keine Frauen in ihren Vorständen haben.

Es ist obligatorisch, Frauen als Direktoren von Unternehmen zu ernennen, die Partner des Staates und in vielen öffentlichen Einrichtungen sind. Christine Lamprech sagt: „Ein wichtiges Signal für hochqualifizierte Frauen. Sie forderte die Unternehmen auf, die durch diese Zuweisung gebotene Gelegenheit zu nutzen, um die Feminisierung von Führungspositionen zu fördern.

Wettbewerbsmaßnahmen

Am 25. November unterstützten fast vierzig deutsche Staats- und Regierungschefs, darunter die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula van der Leyen, den Plan. Auf der Titelseite des Magazins “Stern” und in den sozialen Medien bekräftigten sie: “Ich bin eine Auftragsfrau” (auf Deutsch “Ich bin Ain Cottenfrow”).

Trotz ihrer Unterstützung sieht sich Angela Merkel starker Opposition gegenüber, auch innerhalb ihrer eigenen Partei. “Wir werden alles tun, um Frauenquoten zu verhindern”, sagte CSU-Mitglied Hans Michelbach. Ein Teil der Arbeitgeber verurteilte die Rede ebenfalls und befürchtete “Eingriffe in die Unternehmensführung” und einen “Mangel an Kandidaten” für diese Positionen. Für die Regierung wurde nichts gewonnen.